Wenn das Wetter krank macht


Spielt das Wetter verrückt, kommt es also zu raschen Wechseln von kalt auf warm, fühlen sich viele Menschen krank. Meist klagen sie über Abgespanntheit, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gelenkbeschwerden. Bei verschiedenen Umfragen gaben 35 bis 50% Prozent der Befragten an, unter solchen Problemen zu leiden. Frauen sollen häufiger betroffen sein.

Nach der gesetzlichen Auslegung gehört die Wetterfühligkeit allerdings ausdrücklich nicht zu den krankhaften Beschwerden, sie wird in der Medizin den so genannten Befindlichkeitsstörungen zugeordnet. Dem Betroffenen hilft dies allerdings nur wenig, werden sie doch in ihrem Wohlbefinden an ihren „Wettertagen“ deutlich beeinträchtigt.
Dass dies keine bloße Einbildung ist, lässt sich an Statistiken der Verkehrs- und Kriminalpolizei ablesen. Bei aufziehendem Gewitter steigt die Unfallhäufigkeit um stolze 7,6 Prozent, bei Wechsel von kühl auf feuchtwarm sogar um 9,2 Prozent. 

Ohne Zweifel sind Klimaänderungen ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor. Normalerweise passt sich der Organismus den veränderten Bedingungen an. Ist der Körper aber durch zusätzlichen Stress oder Krankheiten höher belastet, wird er mit den Klimaschwankungen nur schwerlich fertig und reagiert mit Krankheitssymptomen.

Dass so viele Menschen unter Wetterfühligkeit leiden, erklären Wissenschaftler unter anderem mit veränderten Lebensbedingungen wie z.B. Arbeiten in geschlossenen Räumen, Klimaanlagen und einer erhöhten Umweltbelastung.

Empfohlen wird, den Organismus einem regelrechten Klimatraining zu unterziehen. Zu den geeigneten Maßnahmen gehören:

Insgesamt wird zu einer vollwertigen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn geraten. Sollten die Beschwerden allerdings länger anhalten oder sehr stark ausfallen, sollte man umgehend seinen Hausarzt aufsuchen und sich durchchecken lassen.