Bewegt lebt es sich besser

Bewegung ist in unserem Alltag rar geworden. Gerade mal 1000 bis 1500 Meter legen wir täglich zurück. Wir fahren mit dem Auto, sitzen viel und belasten uns am Arbeitsplatz oder zu Hause körperlich einseitig. Für ein regelmäßiges Fitnesstraining fehlt häufig die Zeit. Das behaupten wir zumindest. Unserer Gesundheit tun wir damit keinen Gefallen. Denn Muskeln und Kreislauf brauchen Bewegung, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Auch der Kopf profitiert. Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung der Zellen. Das ist eine wichtige Basis für die geistigen Fähigkeiten. Denn das Gehirn macht zwar nur etwa zwei Prozent unseres Körpergewichts aus. Aber es beansprucht 40 Prozent des eingeatmeten Sauerstoffs. Aktive Menschen sind in der Regel konzentrierter, aufnahmefähiger und kreativer. Sie sind ausgeglichener und unternehmungslustiger, da sie über Bewegung Stresshormone abbauen. Darüber hinaus verjagen Dehnübungen Muskelverspannungen, die Energie rauben und das Denken blockieren.

Es gibt also viele Gründe, Bewegung in sein Leben zu bringen. Zumal schon ein kleines Pensum Wirkung zeigt. Bereits fünf bis zehn Minuten Ausdauersport pro Tag – zum Beispiel Walken, Laufen oder Radfahren – steigern nach einigen Wochen die Herz-Kreislauf-Leistung. In der gleichen Phase bringt ein Muskeltraining spürbare Effekte. Gymnastik verbessert nach zwei bis drei Monaten die Beweglichkeit.

Die Basis für optimale Erfolge ist das korrekte Maß. Ein gutes Einstiegspensum sind ein bis zwei regelmäßige Trainingseinheiten á 30 bis 60 Minuten pro Woche. Dazwischen sollte der Körper zwei Tage regenerieren können. Geübte trainieren drei bis vier Mal 30 bis 60 Minuten wöchentlich. Ihnen reicht eine Erholungsphase von 24 Stunden. Im Training sollten Sie sich etwas angestrengt fühlen, aber nicht unwohl. Wer beim Ausdauersport noch reden kann und nach Dehnübungen keinen Muskelkater hat, liegt richtig. Ständige Überforderung hingegen schwächt Wohlbefinden, Immunsystem und Gelenke.

Wenn der Beschluss steht, bewegter zu leben, fällt es vielen jedoch nicht leicht, die Einstiegsenergie mittel- und langfristig zu halten. Oft schleichen sich immer häufiger Ausreden wie „Keine Zeit“, „Schlechtes Wetter“ oder „Andere sind ja auch nicht sportlich und trotzdem gesund“ ein. Geben Sie dem inneren Schweinehund, der Sie von Ihrem Aktivprogramm abbringen will, keine Chance. Sein effektivster Gegenspieler ist eine gute Motivation:


Pausieren Sie ausnahmsweise, wenn Sie partout keine Lust haben. Eine erzwungene Bewegungseinheit ist ein Motivationskiller. Verlieren Sie aber Ihr Gesamtpensum nicht aus den Augen. Und am besten holen Sie versäumte Einheiten nach.